Veranstaltungen - Thomaskirche Kempen

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15. Dezember 2019, 18.00 Uhr, Thomaskirche

MUSIKALISCHE VESPER ZUM ADVENT
Adventliche Lieder, festliche Bläserklänge u. a. von Matthias Nagel und Gerd Wachowski, Musik für Orgel von Dietrich Buxtehude, Lieselotte Kunkel und Johann Gottfried Walther, Chormusik alter Meister und viel Gelegenheit zum Mitsingen…

Ev. Kinderchor Kempen
Ev. Kantorei Kempen
Posaunenchor Kempen
Orgel und Gesamtleitung: Stefanie Hollinger

Eintritt frei. Kollekte für die kirchenmusikalische Arbeit der Gemeinde
Vorankündigung:

Samstag, 14. März 2020, 19.30 Uhr, Thomaskirche Kempen

Reinhard Keiser
MARKUSPASSION

Ewa Stoschek, Sopran
Esther Borghorst, Alt
Lothar Blum, Tenor
Gregor Finke, Bass
Ev. Kantorei Kempen
Rheinisches Oratorienorchester
Leitung: Stefanie Hollinger

Eintrittskarten zu 20,- € bis 12,- € sind ab Februar in der Thomasbuchhandlung erhältlich

Reinhard Keiser (1674 – 1739) ist heute eher nur in eingeweihten Musikerkreisen ein Begriff. Dabei war er einer der erfolgreichsten Opern-komponisten seiner Zeit und viele Jahre für die Hamburger Oper kompositorisch tätig. Ab 1728 übernahm er das Amt des Kantors am Hamburger Dom und widmete fortan seine kompositorische Tätigkeit der Kirchenmusik.

Johann Sebastian Bach führte die Keisersche Markuspassion dreimal auf. Auf seinen Abschriften und Bearbeitungen beruht das heute zur Verfügung stehende Notenmaterial.

Bachs erste Aufführung des Werkes fällt 1712 noch in seine Weimarer Zeit, in Leipzig griff er das Stück 1726 und 1745 auf. Bach hat sich also in allen Phasen seines musikalischen Lebens mit diesem Werk befasst.

Es liegt nahe zu vermuten, dass das Werk des älteren, hochgeschätzten und damals weitaus berühmteren Kollegen für ihn eine nicht unbedeutende Vorbildfunktion besaß.
Die Markuspassion entstand vermutlich bereits im ersten Jahrzehnt des 18. Jahrhunderts. Mittlerweile wird allerdings die Urheberschaft Keisers zugunsten von Friedrich Nicolaus Brauns (oder Bruhns) in Frage gestellt, da in einem Librettodruck von 1707 Bruhns und nicht Keiser erwähnt wird. Das Libretto lässt allerdings nicht eindeutig erkennen, ob Bruhns die Passion nur dirigierte oder aber auch komponierte.

Gleichwohl führt die Passion – wie später die großen Bachschen Passionen – durch die Passionsgeschichte im Evangelium nach Markus, unterbrochen von Arien und Choralsätzen. Der Chor übernimmt die Stimme des Volkes und der anderen am Passionsgeschehen beteiligten Gruppen.

Dieses interessante und klangschöne Werk wurde in Kempen schon einmal aufgeführt. Auch damals widmete sich die Ev. Kantorei diesem Kleinod unter den Passions-Oratorien des Frühbarock.

Mit den Solisten Ewa Stoschek, Esther Borghorst, Lothar Blum, Gregor Finke und dem rheinischen Oratorienorchester mit Gabi Ziebell als Konzertmeisterin sowie mit Christian Gössel am Cembalo konnten hervorragende Musiker für dieses Projekt gewonnen werden.

Die Gesamtleitung hat Kantorin Stefanie Hollinger.
Kirchenklänge

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