Haiti 3 - Thomaskirche Kempen

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Haiti 3

Projekte
Fortsetzung: Schüler bauen für Haiti
 

Es geht wieder los! Die Vorbereitungen und Planungen laufen derzeit für den nächsten Arbeitseinsatz in Haiti, um dort den 2014 begonnenen Bau eines Unterkunftshauses und einer Ausbildungsstätte für obdachlose Jugendliche fertigzustellen. Es müssen noch Fenster und Türen eingebaut sowie die Elektro- und Sanitärinstallationen vorgenommen werden. Außerdem sind noch größere Flächen zu verputzen. Nicht zuletzt müssen wir auch eine Abwasserentsorgung sicherstellen. Es ist sicher ein ehrgeiziges Vorhaben, während des für drei Wochen geplanten Aufenthaltes über Ostern 2016 sämtliche Arbeiten zu einem Abschluss zu bringen. Aber die Auszubildenden des Rhein-Maas Berufskollegs Kempen, die sich entschlossen haben, dieses Arbeitspensum auf sich zu nehmen, sind hoch motiviert. Sie werden hierfür ihren Jahresurlaub verwenden. Reisepässe sind schon beantragt. Die Impftermine für die erforderlichen Schutzimpfungen sind wie immer mit der Praxis von Herrn Stops und Dr. Cuypers abgesprochen.

Bei aller Hilfsbedürftigkeit an vielen Stellen unserer Welt und nicht zuletzt in unserem eigenen Land wollen wir weiterhin Haiti verbunden bleiben und uns nachhaltig auf diese Armutsregion konzentrieren. Unsere haitianischen Freunde, aber auch die Auszubildenden des Berufskollegs zählen auf ihre Unterstützung. Ohne Ihre Spendengelder kann dieses wichtige Hilfsprojekt nicht abgeschlossen werden. Bitte beachten Sie deshalb die beigefügte Spendenkarte!
Ohne Ihre Spendengelder kann dieses wichtige Hilfsprojekt nicht abgeschlossen werden. Bitte beachten Sie deshalb die beigefügte Spendenkarte!


Wie im letzten Jahr haben wir auch diesmal aussagekräftige Fotos aus Haiti mitgebracht, die wir für Sie in einem Jahreskalender 2016 zusammengestellt haben. Diesen Kalender können Sie in der Gemeinde und in einigen Geschäften Kempens erwerben.

Vielen Dank, Ihr Roland Kühne


Mit dem nachfolgenden Link finden Sie auf YouTube einen kleinen Film über das neu erbaute Lehrerausbildungszentrum in Haiti.


Fortsetzung:

In der Zeit vom 11. März bis zum 2. April wird nun wieder die Flagge Haitis vor unserer Kirche gehisst werden. Der Grund? Es geht wieder los! Wie regelmäßig in den letzten Jahren - Sie werden sich an die Berichte im „Kontakt“ erinnern - fahre ich auch in diesem Jahr wieder mit einer Gruppe Auszubildender des Rhein-Maas Berufskollegs nach Haiti, um dort in dem Ort Torbeck das Projekt des Baus einer Unterbringung mit Ausbildungsmöglichkeiten für obdachlose haitianische Jugendliche unter Leitung der Ordensgemeinschaft der „Petites Freres et petites soeurs de l'Incarnation“ fortzuführen. Ziel ist es, in den hierfür zur Verfügung stehenden drei Wochen das 270 qm große Gebäude mit Türen, Fenstern und Elektro- und Sanitärinstallationen zu versehen.

An dieser Stelle sei all jenen gedankt, die dieses Projekt mit ihren Spenden unterstützt haben und weiterhin unterstützen und unsere Hilfsgruppe mit dem dadurch zum Ausdruck gebrachten Vertrauen bestärken, auf diesem Wege weiterzumachen. Nur wenn das Haiti-Projekt mit Nachhaltigkeit verfolgt wird, wird es gelingen, die Haitianer in „unserem“ Dorf dauerhaft zu unterstützen und sie dabei möglichst zur Selbsthilfe anzuhalten.

Nach der Reise werden wir an einem Informationsabend (der Termin wird noch rechtzeitig bekanntgegeben) über den Arbeitseinsatz und die neuen Eindrücke berichten. Wie immer wird der Vortrag von Bildern und einem Video begleitet sein.

Ihr Roland Kühne



Wer gerne auf dem Laufenden bleiben möchte folgt dem Link zum Blog: schueler-bauen-fuer-haiti.blogspot.de



Fortsetzung

Die Koffer sind wieder ausgepackt!

Wie im letzten Jahr waren wir wieder über Ostern in Haiti im Einsatz. Wir, das waren fünf junge Handwerker des Berufskollegs Rhein-Maas Kempen, eine Studentin als Übersetzerin, Herr Jelinek, meine Tochter Sarah und ich. Wie immer wurden die Flugkosten nicht aus Spendengeldern, sondern privat bezahlt bzw. durch die Stiftung Engagement Global getragen. Die Stiftung hat es sich zum Ziel gesetzt, Auslandsaufenthalte für Nicht-Akademiker zu fördern.

Im Vorfeld der Reise herrschte reger Email-Austausch und whatsapp-Kontakt, es wurden viele Telefonate geführt zwischen der Ständigen Vertretung bei den Vereinten Nationen in New York, der Deutschen Botschaft in Haiti sowie mit unseren haitianischen Freunden in Torbeck.

Der flugtechnisch bedingte Zwischenaufenthalt in New York verschaffte den jungen Handwerkern nicht nur grandiose Eindrücke des nächtlichen New York, sondern es war auch Gelegenheit, ein Gespräch über die Menschenrechtslage in Haiti mit Mitarbeitern der Deutschen Vertretung bei den UN zu führen.



In Torbeck/Haiti-Süd angekommen, konnten dann die Arbeiten beginnen. Unsere Gruppe war voller Tatendrang und freute sich endlich anpacken zu können. Davon konnten denn auch weder (beinah) Sonnenbrand noch zahlreiche Mückenstiche abhalten. Auch der Staub und die brütende feuchte Hitze bei über 30 Grad konnten die gute Laune nicht trüben. In Zusammenarbeit mit den hochmotivierten und im Gegensatz zu uns klimagewohnten haitianischen Bauhandwerkern nahmen die Arbeiten mit rasender Geschwindigkeit ihren Fortschritt. Leerrohre und die Hauptwasserleitung wurden gelegt und die Wände von außen und von innen verputzt.

Beim gemeinsamen Abendessen und anschließenden Gesprächen war zu merken, wie die exotische Umgebung und die völlig fremde Lebensweise bei den Jugendlichen viele Gedanken auslösten, die weit „über den Tellerrand“ hinausreichten. Das Bedürfnis sich darüber auszutauschen war groß. Wie gewinnbringend dieser Einblick in eine andere Weltregion für die jungen Handwerker gewesen ist, war auch Wochen später bei einem Wochenend-Nachbereitungsseminar der Stiftung Engagement Global noch zu merken.

Da es nun der dritte Einsatz in Torbeck war, war mir die Umgebung schonvertrauter, und die Dorfbewohner zeigten sich noch offener, als bei den ersten Besuchen. Dabei wurden wir allerdings auch hautnah mit der Armut eines großen Teiles der haitianischen Bevölkerung konfrontiert, die für uns am ehesten durch den oft erbärmlichen Zustand der „Häuser“ sichtbar wurde. Die Fröhlichkeit und Offenheit der Kinder und die Freundlichkeit der Erwachsenen täuschten über die vielen Probleme, die dort das tägliche Leben mit sich bringt, nur teilweise hinweg.

Eine der Begegnungen führte dazu, dass wir es einer sehr kranken Mutter und ihrem ebenfalls erkrankten Sohn ermöglichten, sich in dem nächstgelegenen Krankenhaus untersuchen zu lassen. Wir hatten diese Familie in der Nähe der Baustelle schon bei den ersten Einsätzen in Torbeck kennengelernt. Dies machte uns bewusst, dass das Gesundheits“system“ in Haiti, freundlich ausgedrückt, sehr lückenhaft ist und die Menschen ohne Geld auch ohne Hilfe bleiben. Das bedeutet, dass auch bei behandelbaren Krankheiten (z.B. Blinddarmentzündungen) die Menschen sterben, wenn es an 100 Dollar für die Behandlungskosten fehlt.

Ein Teil unserer Gruppe machte sich an den Osterfeiertagen auf den Weg, um das Lehrerausbildungszentrum in Liancourt zu besuchen. Dieses war das erste Bauprojekt in Haiti und wurde 2012 fertig gestellt. Es war wieder eine sehr große Freude, die Menschen in Liancourt zu treffen und festzustellen, dass die erstellten Gebäude nachhaltig und auf Dauer einen Teil zu der so notwendig zu verbessernden Bildungsstruktur beitragen.

Der Rückreisetag nähert sich dann immer zu schnell!

Wer meint, eine Fahrt nach Port au Prince sei ein vergnügliches Unterfangen, der irrt. Es beginnt damit, dass es beim Beladen der Autos heftig regnet. Auf dem langen Weg nach Port au Prince ändert sich das Wetter, und auf der Hälfte der Strecke beginnen wir uns bei 40 Grad im Auto zu verflüssigen. Wider Erwarten dauert die Fahrt nicht vier Stunden sondern 6 1/2 Stunden, denn der Reifen hinten rechts verliert ständig Luft, und zudem tropft aus dem Kühler Wasser. Dies zwingt zu mehreren Zwischenaufenthalten in Werkstätten. Infolgedessen fällt das geplante Mittagessen aus. So nahmen wir nur kurz ein Getränk zu uns, um sogleich und ohne weitere Pause zur Deutschen Botschaft zu fahren. Dort sind wir für 14.30 Uhr mit der Stellvertreterin des Botschafters, Frau Stefanie Kestler, verabredet. In einem 1 1/2 stündigen sehr interessanten Gespräch erhalten wir viele Hintergrundinformationen zu der gegenwärtigen Situation Haitis. Das „Überleben“ wurde durch Kaffee und Wasser gesichert ;-)

Zuletzt haben wir uns mit einem lachenden Auge auf ein Wiedersehen mit unseren Lieben gefreut, aber zugleich haben alle mit einem weinenden Auge gespürt, dass der Abschied schwer fällt und wir, und das gilt auch für die jugendlichen Teilnehmer, Haiti irgendwie in unser Herz geschlossen haben.

Viele Dinge wären noch zu erzählen und dies werden wir gerne bei einem offenen Treffen für alle im Gemeindezentrum nachholen.

Für alle Helfer,
Ihr Roland Kühne



Fortsetzung

HAITI KOMMT ZU UNS!

Schon häufig war im „Kontakt“ über unser „Haiti-Projekt“ unter dem Motto „Schüler bauen für Haiti“ zu lesen. Auch in diesem Jahr ist, wie zu lesen war, wieder eine Gruppe von Auszubildenden des Rhein-Maas Berufskollegs über Ostern zu einem dreiwöchigen Arbeitseinsatz nach Haiti gefahren. Zum dritten Mal seit 2014 war unser Ziel das Dorf Torbeck im Süden Haitis in der Nähe der Provinzstadt Les Cayes. Immer wieder kam bei den Haitianern Jean Renee Simon, Romain Avril und Milca Marie Dieujuste, die uns dort über die Jahre leitend begleitet haben, der Wunsch auf, einmal umgekehrt unser Land kennenzulernen und, wenn möglich, Kenntnisse unserer Agrarkultur, der Hausinstallationstechniken und der Kindererziehung in ihr Heimatland mitzunehmen.

Endlich ist es uns gelungen, mit unseren haitianischen Freunden den steinigen Weg der Visaerteilung mit Erfolg zu bewältigen und Ihnen für drei Wochen einen Aufenthalt bei uns in Kempen zu ermöglichen. Darüber freuen wir uns sehr und danken all denen, die uns dabei unterstützt haben und die es den Gästen ermöglicht haben, in ihren Betrieben bzw. in der Kindertagesstätte zu arbeiten.

Der auf dem Foto abgebildete Generator wurde von den Stadtwerken Kempen gestiftet.

Pfarrer Roland Kühne
Informationsveranstaltung zum Haiti-Projekt

Im Anschluss an den Gottesdienst am 28. August 2016, um 11.15 Uhr, fand im Gemeindezentrum der Thomaskirche eine Informationsveranstaltung zu unserem Haiti-Projekt statt. Alle Interessierten und die Spender waren herzlich eingeladen, das Neueste in Bild und Film von unserem Projekt zu erfahren. Und es kamen viele - sehr viele Menschen, die sich informieren wollten.

Küster, Vasili Zilinski, hatte in den frühen Morgenstunden das Gemeindezentrum hergerichtet und für den Kaffee eingedeckt. Mit weit mehr als 100 Personen war kaum noch ein Sitzplatz freigeblieben. Besonders schön war es, zu erleben, dass auch Wegbereiter und Helfer der 1. Stunde das Interesse nicht verloren hatten und zur Veranstaltung gekommen waren. Man könnte vielleicht denken, dass z. B. die damaligen Auszubildenden und Schüler des Berufskollegs nun im Beruf stehend das Hilfsprojekt aus den Augen verloren hatten. Aber anscheinend waren für alle Beteiligten die gewonnenen Eindrücke so groß und bedeutsam, dass sie auch weiterhin den Fortschritt des Projekts mit großer Neugier verfolgen.

Nach der Begrüßung durch Pfarrer Roland Kühne, der das Hilfsprojekt ins Leben gerufen hat und es weiterhin mit großem Engagement vorantreibt, und Worte des Danks von Jean-Rene Simon (siehe Foto unten), richteten Schirmherr Udo Schiefner und anschließend stellv. Bürgermeister Otto Birkmann das Wort an die Gäste aus Haiti und die übrigen Anwesenden. Und dann gab es reichlich kommentierte Fotos, Filme, Trailer, Spots und Informationen aus 1. Hand von Haiti und dem Hilfsprojekt zu bestaunen. Seit einiger Zeit kann man auf dieser Homepage und der Homepage des Projekts die Entwicklung des Hilfsprojekts verfolgen, aber es ist doch noch einmal etwas Anderes und auch eindruckvoller, wenn man die Helfer selbst erlebt und hört. Mein ganz persönliches Fazit: hier sind Spenden richtig eingesetzt! Denn die Hilfe ist noch nicht zu Ende.

Als nächstes wartet ein medizinisches Erstversorgungszentrum darauf, errichten zu werden. Hier werden wieder jede Menge Spenden benötigt. Wer interessiert ist, hier die Bankverbindung:

Ev. Kirchengemeinde Kempen
IBAN DE08 3506 0190 1010 1850 21
Stichwort: Projekt Haiti, Kempen

Aber auch der Rat von Medizinern, allen voran Kinderärzten und Ärzten der Notfallambulanz wird dringend benötigt. Interessierte Ärzte wenden sich bitte an Pfarrer Roland Kühne per E-Mail: pax-kuehne@web.de

Zuletzt bleibt zu berichten, dass für das leibliche Wohl auch bestens gesorgt war; für eine kleine Haiti-Spende gab es eine Suppe. 211,41 € Spendengelder und 2 Einzelspenden in Höhe von je 100,00 € erbrachte die Informationsveranstaltung. Schauen Sie doch ab und zu mal auf dieser Seite. Wie es weitergeht mit dem Projekt "Schüler bauen für Haiti", erfahren Sie hier.


unsere Gäste aus Haiti v. l. n. r.: Jean-Rene Simon, Marie Milca Dieujuste, Jean Romain Avril

Berichte der Rheinischen Post, der Westdeutschen Zeitung und der Evangelischen Kirche im Rheinland über den Besuch aus Haiti finden Sie unter den nachfolgenden Linksrp-online.de/nrw/staedte/kempen

Fortsetzung:

No Food, no Life ….

Dieser Hilferuf erreichte uns wenige Tage nach dem verheerenden Hurrikan „Matthew“, der am 4. Oktober weite Teile der Region Haiti-Süd heimsuchte, Ernten verwüstete und Häuser zerstörte. Das Zentrum des Sturmes war in quälender Langsamkeit über das Land gezogen und hatte eine Spur der Vernichtung hinterlassen. Nach Tagen der Ungewissheit ohne Verbindung meldeten sich unsere Freunde in Haiti per Whatsapp und konnten mitteilen, dass in Torbeck niemand an Leib und Leben zu Schaden gekommen war. Jedoch hatten viele ihre Behausung verloren und es fehlte nun an Nahrung und sauberem Wasser.


Haus von Avril und seiner Familie nach dem Sturm

Doch der Reihe nach…

Im August besuchten uns Simon, Avril und Milca aus Haiti. Milca hatte als Betriebswirtin bei unserem ersten Projekt in Liancourt wichtige organisatorische Hilfe geleistet. Sie leitet nun das Ausbildungszentrum für Lehrerinnen, welches in den Jahren nach dem Erdbeben des Jahres 2010 von Auszubildenden des Rhein-Maas Berufskollegs in Zusammenarbeit mit haitianischen Arbeitern gebaut wurde. Simon und Avril sind unsere Vertrauenspersonen, Baustellenleiter und Betreuer vor Ort in Torbeck/Haiti-Süd. Viele von Ihnen, liebe Leser, hatten, zuletzt bei einem Gottesdienst mit anschließendem Treffen in unserem Gemeindesaal Gelegenheit, mit ihnen während ihres Besuches in Kontakt zu treten.

Unsere Gäste zeigten sich beeindruckt von unserer schönen Stadt und ihrer Umgebung. Besonders gut haben Ihnen die Vielzahl von Bäumen im Stadtgebiet und Wälder in der Umgebung gefallen. Dazu muss man wissen, dass es in Haiti nach langer Zeit des Raubbaus an der Natur keine zusammenhängenden Wälder mehr gibt. Avril und Simon hatten Gelegenheit, während ihres Aufenthaltes in einem landwirtschaftlichen Betrieb und bei der Sanitär- und Heizungsbaufirma Molderings mitzuarbeiten und wertvolle Erfahrungen zu sammeln. Milca zeigte sich sehr angetan von der Ausstattung und den pädagogischen Methoden in unserem Kindergarten „Kleine Hände“. Ein gemeinsamer Ausflug zum Gasometer in Oberhausen, die Teilnahme an einem unserer regelmäßigen Hausbibelkreise, der Besuch auch eines katholischen Gottesdienstes und vieles mehr rundeten das „Programm“ ab. Es war eine für alle Seiten lohnende intensive Begegnung!


Pfarrer Roland Kühne, Romain Avril, 1. stellv. Bürgermeister Otto Birkmann,
Jean Rene Simon, Udo Schiefner MdB, Milca Dieujuste, Superintendent Burckhard Kamphausen

Als wir dann von dem Hurrikan hörten, waren wir natürlich in größter Sorge! Simon und Avril, soeben noch in Deutschland, waren nun plötzlich durch die übermächtige Naturgewalt, wie viele andere Haitianer, existenziellen Nöten ausgesetzt. Wie sie uns per Whatsapp berichteten und mit den gesendeten Fotos dokumentieren konnten, ging es ganz kurzfristig darum, das Überleben zu sichern. Nahrungsmittel, Gärten, Felder waren durch den Sturm und die nachfolgenden schweren Regenfälle größtenteils vernichtet, die Brunnen verschmutzt.

Dies hat uns veranlasst, die Aktion „Dächer für Haiti“ ins Leben zu rufen. Schon in kürzester Zeit konnten wir so viele Spendengelder sammeln, dass es möglich war, Geld nach Torbeck zu senden, um mit Hilfe von Simon und Avril 394 Familien mit den nötigsten Grundnahrungsmitteln zu versorgen. Internationale Hilfe ist dort unseres Wissens bis heute nicht angekommen. Der haitianische Staat ist nicht präsent und lässt es zu, dass Nahrungsmittel zu erhöhten Preisen verkauft werden. Für Ihre Spendenbereitschaft sind wir und natürlich noch viel mehr die Haitianer in Torbeck unendlich dankbar.














Simon und Avril mit Lutz Molderings













Milca und die „Kleinen Hände“

Dass wir mit unserer Aktion den richtigen Weg beschritten haben, zeigt eine E-Mail, die der deutsche Botschafter, Herr Manfred Auster, in Haiti uns geschickt hat:
„Die Verwüstungen im Süden und Südwesten sind in der Tat grauenvoll. Mittwochnacht sind drei meiner Mitarbeiter aus Beaumont zurückgekehrt, gerade eben habe ich mit Vertretern des ASB gesprochen, die aus Tiburon zurückkamen. Das Bild ist überall so, wie Sie es auch aus Torbeck beschreiben. Seien Sie versichert, dass ich mich gegenüber den Hilfsorganisationen für alle notleidenden Menschen in Haiti einsetze, insbesondere auch für solche in Projekten, die einen engen Bezug zu Deutschland haben. So wie das Ihre in Torbeck.“


Zerstörung

Auch die Nachricht von Herrn Alexander Mauz, Projektkoordinator Zentralamerika und Karibik des Arbeiter-Samariter-Bundes Deutschland in Port au Prince war für uns eine wichtige Bestätigung:
„Gut ist auch, dass vor Ort in Les Cayes (Anm.: Provinzhauptstadt) die Supermärkte und die lokalen Märkte wieder geöffnet sind. Daher ist ihr Ansatz, Geld für den lokalen Einkauf zu überweisen in der aktuellen Situation sicherlich richtig. Die Straßen sind zunehmend wieder frei und befahrbar, sodass die Menschen auch gut nach Les Cayes kommen.“


Verteilung der Grundnahrungsmittel

Bitte vergessen Sie die dort andauernde Not nicht, auch wenn die andauernde Katastrophe von den Medien kaum noch aufgegriffen wird. Wichtig ist nun nachhaltige Hilfe! Diese kann, was die Ernährungslage angeht, nur in der Beschaffung von Saatgut bestehen, um die Menschen, die alles verloren haben, wieder in die Lage zu versetzen, sich selbst zu versorgen.

Darüber hinaus richten wir den Blick nach vorne! Wir planen nämlich im nächsten Jahr, im April, wieder zu einem Einsatz nach Torbeck aufzubrechen. Dabeisein werden acht Auszubildende des Rhein-Maas Berufskollegs. Bei diesem Aufenthalt wollen wir sehen, ob wir bei der Instandsetzung beschädigter Häuser tatkräftig helfen können. Wir wollen aber auch mit unserem neuen Vorhaben beginnen. Ziel ist es, mit dem Bau eines Gebäudes für eine Grundschule, ein kleines Waisenhaus und eine Station zur medizinischen Erstversorgung zu beginnen. Wie immer werden wir von Ihren Spendengeldern Material und Arbeitskräfte bezahlen und damit für Einkommen einiger Familien sorgen. Uns ist es wichtig, keine Almosen zu überbringen, sondern eine Immobilie zur dauerhaften Verbesserung der Infrastruktur zu erstellen. Die Grundschule, das Waisenhaus und die Medizinstation sollen Bewohnern von Torbeck Arbeit verschaffen und sich auf Dauer über Beiträge selbst tragen.

Bitte informieren Sie sich auch auf unserer Homepage, von der aus Sie auch auf unseren Blog und unsere Facebook-Seite gelangen können: www.schueler-bauen-fuer-haiti.de

Wir möchten Sie auch gerne auf unseren Kalender 2017 aufmerksam machen, den Sie alsbald für einen Preis von 19,50 Euro erwerben können. Von dem Erlös geht der weitaus größte Teil in unsere Spendenkasse.
Der Kalender (hochwertiger Fotodruck, DIN A3, auf schwerem Papier) zeigt Ihnen verschiedene Facetten der Region in und um Torbeck/Haiti-Sud, wie wir sie im März diesen Jahres erleben durften. Weitere Informationen zum Kalender finden Sie hier   

Spendenkonto: Ev. Kirchengemeinde Kempen,
IBAN: DE08 350601901010185021, Stichwort: Dächer für Haiti

Schüler fahren auch 2017 wieder nach Haiti

Auch in diesem Jahr werden erneut Schüler nach Haiti reisen, um dort Aufbauarbeit zu leisten. Nach der Sturmkatastrophe des vergangenen Jahres ist die besonders bedeutsam. Einen Artikel von Silvia Ruf-Stanley finden Sie hier   
Fortsetzung:

Dranbleiben…!!!

Karibische See, Strände, Palmen, Hurricanes, Erdbeben, Korruption: Haiti!

Die neue Mannschaft steht! Voraussichtlich am 31. März werden wir - neun Auszubildende und Begleiter - wieder nach Haiti aufbrechen. Wir hoffen, dass Sie uns mit Ihren guten Wünschen und mit Ihrem Interesse wie bisher begleiten. Erleben Sie mit uns dieses schöne, jedoch von Naturkatastrophen und menschlichem Versagen gebeutelte Land. Seien sie mit dabei auf unserer Homepage www.schueler-bauen-fuer-haiti.de, wo Sie eine Verbindung zu unserem Blog (eine Art Tagebuch) finden, auf dem Sie ab dem 31.3.2017 täglich an unseren Erlebnissen in Wort und Bild teilhaben können.

                       
Das Team (fast komplett) beim Impftermin.

Wieder, wie in den letzten Jahren seit 2010, wollen wir dort keine Almosen verteilen, sondern zur Infrastruktur und damit zur Hilfe zur Selbsthilfe beitragen. Eines unserer diesjährigen Ziele ist es, notwendige Reparaturen vorzunehmen, dort, wo der verheerende Hurricane „Matthew“ im Oktober des letzten Jahres seine Spuren hinterlassen hat. Das Auge, also das Zentrum des Zyklons, befand sich genau über „unserem“ Dorf und hat über die ohnehin vorhandene extreme Armut hinaus, große Not hervorgerufen! Dächer wurden abgedeckt, Brunnen verschmutzt, Vorräte und Ernten vernichtet. Bereits im Oktober und November 2016 konnten wir, bevor noch irgendwelche internationale Hilfe dort eintreffen konnte, dank Ihrer Spenden für die Aktion „Dächer für Torbeck“ in Höhe von 5.500 US-Dollar Soforthilfe leisten, um das Überleben unserer Freunde und insgesamt 394 Familien zu sichern.

Seinerzeit wandten sich über Mobilfunk Simon und Avril an uns. Die beiden Haitianer hatten uns noch im August des letzten Jahres in Kempen besucht. Ihre verzweifelte Nachricht lautete:

No Food, no Life! We need help!

Unser Ziel ist es außerdem, mit den Vorbereitungen zum Bau einer Dorfgrundschule, eines kleinen Waisenhauses und einer Station für medizinische Soforthilfe zu beginnen. Wir hoffen, mit der Herstellung der Fundamente beginnen zu können. Es wird uns ein haitianischer Arzt begleiten, der in Moers lebt und seit dreißig Jahren nicht mehr in seiner Heimat war. Mit seiner Hilfe hoffen wir, die vorhandenen Bedürfnisse der Dorfbewohner genauer einschätzen zu können. Wir wollen zur besseren Versorgung des Dorfes beitragen und verfolgen dabei auch die Idee, eine genossenschaftliche Struktur der Selbstverwaltung dieses Projektes anzuregen.

Dies alles ist nur möglich, wenn Sie unserem Projekt weiterhin Aufmerksamkeit schenken und es mit Ihrer Spendenbereitschaft unterstützen. Wie immer werden die Reisekosten der Auszubildenden nicht aus Ihren Spenden, sondern von der von dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung getragenen Organisation „Engagement Global“ getragen. Engagement Global setzt sich dafür ein, dass junge Handwerker die Gelegenheit erhalten, Auslandserfahrungen zu sammeln.

Wenn Sie sich weiter mit Haiti und dessen Entwicklung beschäftigen wollen, sei Ihnen das spannende Buch „Land unter dem Meer“ von Isabelle Allende und das informative Taschenbuch von Hans Christoph Buch, „Haiti - Nachruf auf einen gescheiterten Staat“, empfohlen.

Am kommenden Freitag, den 31. März 2017 reisen wieder Schüler und Lehrer des Berufkollegs in Kempen unter der Leitung von Pfarrer Roland Kühne nach Haiti, um dort ihr Hilfsprojekt fortzusetzen.

Hier geht es zu einem aktuellen Artikel auf RP-Online vom 29. März 2017  
Ab Freitag den 31. März 2017 sind sie nun wieder unterwegs, um in Haiti zu helfen, die Schüler des Berufgskollegs in Kempen. Wollen Sie wissen, was momentan dort geschieht? Klicken Sie auf die nachfolgende Fahne und sie gelangen zum Blog:


Fortsetzung:

 
Aus Artikel 25 der Menschenrechtscharta der Vereinten Nationen:
 
Jeder Mensch hat das Recht auf einen Lebensstandard, der seine und seiner Familie Gesundheit und Wohl gewährleistet, einschließlich Nahrung, Kleidung, Wohnung…

 
Airport John F. Kennedy, Abflug mit Air Berlin, Nachtflug…
 
Sechs Wochen ist es nun her, dass wir den Rückflug von Haiti via New York angetreten haben. Hinter uns liegt ein Arbeitseinsatz, der sich in diesem Jahr von unseren Einsätzen in den Jahren zuvor unterschieden hat.
 

 
Denn, nach dem verheerenden Hurrikane „Matthew“ im Oktober 2016 waren die Spuren der Vernichtung noch deutlich sichtbar. In Fortsetzung der danach von uns ins Leben gerufenen Aktion „Dächer für Haiti“ haben wir uns diesmal um Hilfe für Menschen in Torbeck bemüht, denen nun wörtlich ein Dach über dem Kopf fehlte.

 
Wenig Zeit hat die Reparatur des 2014 bis 2016 für die Petits Freres gebauten Gebäudes in Anspruch genommen. Denn für die Neueindeckung des Daches haben wir die Hilfe haitianischer Dachdecker in Anspruch genommen. Den für die Wasserversorgung erforderlichen Wasserturm haben nach und nach unsere Maurer und Anlagenmechaniker erstellt.

 
Seit Oktober 2016 lebt hier eine Familie mit vier Kindern
 

 Die übrige Zeit haben wir darauf verwendet, sechs Familien wieder eine einigermaßen angemessene Behausung zu verschaffen. Angesichts der Umstände, unter denen manche Familien nach der Zerstörung ihrer Häuser, besser gesagt Hütten, durch den Sturm leben, war es unmöglich hiervor die Augen zu verschließen.

Zerstörtes, einsturzgefährdetes Haus
 
                                                 
 

Soweit erforderlich waren Mauern zu errichten und Dachbleche nebst Holzunterkonstruktion zu installieren. Daher haben wir uns, anders als in den Vorjahren, in Arbeits-gruppen aufteilen müssen. Bei der üblichen Hitze nebst hoher Luftfeuchtigkeit und trotz erheblicher logistischer Probleme bei der Materialbeschaffung ist es uns gelungen, das Ziel, jeder dieser Familien wenigstens zwei bewohnbare Räume herzurichten, zu erreichen. Selbstverständlich haben die Familien dabei sehr tatkräftig mitgeholfen.
 

 
    Mehreren anderen Familien haben wir das Material beschafft, damit diese in Eigenregie ihre Häuser wieder instandsetzen konnten. Nur durch Ihre Spenden war es möglich, für diese weitgehend mittellosen Menschen das notwendige Material bereit zu stellen. Insbesondere Bleche und Moniereisen werden aus den USA importiert und sind für die Mehrzahl der Haitianer nahezu unerschwinglich. Da Haiti zudem über keine funktionierende Wirtschaft

 
Haitianer und unsere Auszubildenden bereiten das Mauern für zwei Räume vor

 
verfügt, ist es den fleißigen Menschen, denen wir dort begegnen, unmöglich, selbst Geld zu verdienen.
 

Aus einem Schreiben des Sohnes der Familie, die mehrere Monate in dem „Zelt“ (siehe Foto oben) überlebt hat, Deshommes Chilove: Übersetzung (sinngemäß): „Als Sie unsere Lebensbedingungen nach dem Sturm „Matthew“ gesehen haben, haben Sie sich entschieden uns zu einem neuen Heim zu verhelfen. Wir haben darum gekämpft, einen Raum zu bauen, aber es war mangels Geld unmöglich. Meine Mutter und mein Vater haben keinen Job um das Vorhaben zu realisieren. Dank sei Gott und Ihrer Gruppe, dass uns der Bau nun ermöglicht wurde. Ich wünsche Erfolg, Gesundheit, Leben und Schutz für Sie und alle Mitglieder des Projektes.“

 
Verteilung von Blechen für Dächer

 
Vor unserer Abreise hat sich auch die „hohe Politik“ anerkennend zu unserem Projekt geäußert. Der Kontakt entstand am 28.1.2017 bei dem Ehrenamts-empfang der SPD. Aus dem Brief vom 30.03.2017: „… was Sie alle dort in den vergangenen Jahren im wahrsten Sinne des Wortes „auf ein Fundament gestellt haben“, ist bemerkenswert. Aber hier geht es nicht ausschließlich darum, auf Haiti ein Haus zu bauen, sondern Sie tragen auch Hilfsbereitschaft, Beschäftigung und Nächstenliebe in dieses, nach den Naturkatastrophen von Hoffnungslosigkeit geprägte Land.
 
unterzeichnet: Hannelore Kraft
 

 Der Dank und die anerkennenden Worte gelten unseren engagierten Auszubildenden, aber vor allem auch Ihnen, die Sie mit Ihren Spenden die konkrete Hilfe vor Ort ermöglichen. Wie so oft kann unsere Hilfe nicht alle erreichen, die der Hilfe bedürfen, aber unsere Hilfe ist konkret und wirksam!

In einem Gespräch in Les Cayes am 19. April am Tag vor unserer Abreise sagte hierzu Kardinal Chibly Langlois zu uns: Das Wichtigste, das die Haitianer brauchen ist Hoffnung und Ermutigung und das Gefühl nicht vergessen zu sein.
 

 Dieses vermitteln Sie, verehrte Spenderinnen und Spender, gemeinsam mit den Auszubildenden.
zuletzt aktualisiert: 22.10.2017
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü